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HDT-University

HDT-University (www.hdt-university.de) – ein Angebot des HAUS DER TECHNIK (HDT)

Informationen und Beratung zu den Studiengängen:
Dr. Dr. F. D. Erbslöh, Tel. 0201/1803-316, Fax 0201/1803-317
E-Mail: f.d.erbsloeh@hdt-essen.de



 

Neuer Bachelor-Studiengang Energietechnik

Das Bachelorstudium „Energietechnik“ ist ein grundständiger Studiengang, der berufsbegleitend wahrgenommen werden soll. Das Studium verfolgt vorrangig das Ziel, Studierenden, die bereits Erfahrungen in einer beruflichen Tätigkeit gewonnen haben oder sich in Ausbildung befinden, wissenschaftlich basierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Energietechnik zu vermitteln und ihnen einen ersten akademischen Abschluss zu ermöglichen, der ihnen verbesserte berufliche Chancen verschafft. Bachelor-Studiengang Energietechnik

Die Lehrveranstaltungen sind deshalb auf wissenschaftlicher Basis zugleich praxisorientiert ausgerichtet. Das Studium soll die Absolventinnen / Absolventen für eine höher qualifizierte Tätigkeit im angestrebten bzw. bereits ausgeübten Beruf oder in neuen Berufsfeldern befähigen oder auch für eine wissenschaftliche Laufbahn vorbereiten.

Der Studiengang ist ein Studiengang der Universität Duisburg-Essen, der in Kooperation mit dem Haus der Technik in Essen durchgeführt wird, wobei das Haus der Technik für die Administration und die Abwicklung verantwortlich ist. Es fungiert auch als wirtschaftlicher Träger. Das Haus der Technik ist durch langjährigen Vertrag Kooperationspartner der Universität Duisburg-Essen.

Da der Studiengang privatwirtschaftlich organisiert ist und in seiner Zeiteinteilung auf Berufstätige Rücksicht nimmt, ist eine Einteilung in Semester nicht mehr notwendigl. Von daher weicht der Aufbau des Studiums und der Prüfungsordnung teilweise von den Bachelor-Studiengängen der staatlichen Universitäten ab.

Der Studiengang wird jährlich angeboten. Er beginnt erstmalig am 30. September 2011. Der Akkreditierung des Studiengangs wurde im März über ASIIN eingeleitet.
 

Markt

Der Sektor Energietechnik ist durch erheblichen und raschen Wandel gekennzeichnet. Die entscheidenden Veränderungen zeigen sich

  • In der notwendigen Berücksichtigung des Immissionsschutzes hinsichtlich SO2, NOx, Staub
     
  • in den Zwängen zur CO2-Vermeidung, einschließlich der CO2-Lagerung und Weiterverwendung
     
  • in der notwendigen Schonung fossiler Ressourcen, mit dem technischen Trend zur Wirkungsgradverbesserung
     
  • in der Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung
     
  • in dem politisch massiv erhöhten Stellenwert aller regenerativer Energieformen (Wind, thermosolar, fotosolar, biotechnisch) einschließlich der dort erreichbaren technischen Innovationen
     
  • in der Dezentralisierung der Einspeisung wie der Versorgung bis hin zum Micro-Kraftwerk
     
  • in der Automatisierung der Stromversorgung unter den Slogans Intelligentes Netz, Smart Metering, Smart Home
     
  • in dem Trend zur Elektromobilität
     
  • in dem Stellenwert von Energieeffizienz

Vor diesem Hintergrund besteht ein erheblicher Bedarf an gut ausgebildeten Nachwuchskräften und Umsteigern, die sich nicht nur im klassischen Feld der Kraftwerkstechnik und der etablierten Netze auskennen, sondern in der Lage sind, auch Projekte im Bereich der Regenerativen Energien, des Energiemanagements oder des Smart Metering anzugehen.

Der quantitative Bedarf an Ingenieuren des Maschinenbaus und der Elektrotechnik – den beiden zum Studiengang hauptsächlich beitragenden Fachrichtungen – ist durch die regelmäßige Erhebungen hinreichend belegt (z. B. VDI-Ingenieurmonitor).
 

Profil des Studiengangs

Das Profil des Studiengangs ist auf die Erfordernisse des Marktes abgestimmt und auf ein bereites Grundlagenwissen und eine nachfolgende Spezialisierung ausgerichtet. Der Studiengang hat in seinen 5 Studienfeldern folgende Ziele:

  • Studien-Feld Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen
    Das Studienfeld hat zum Ziel, die Studierenden in die mathematischen und physikalisch-chemischen Grundlagen einzuführen, die der Technik und speziell der Energietechnik zugrunde liegen. Der Kompetenzerwerb richtet sich auf eine abrufbare Verfügbarkeit der Grundlagen, sowohl im weiteren Studienverlauf als auch in der späteren beruflichen Praxis.

  • Technische Grundlagen
    Die für den Ingenieurberuf speziell im Feld Energietechnik erforderlichen technischen Grundlagen konzentrieren sich auf Kernfächer (Mechanik, Elektrotechnik, Thermodynamik, Werkstoffe) und weitere Fächer. Vermittelt werden soll deren selbstverständliche Beherrschung im gleichen Sinn wie bei den mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen. Jedoch erkennen die Studierenden schon hier den Praxisbezug.

  • Grundlagen der Energietechnik
    In den Grundlagen der Energietechnik lernen die Studierenden die Breite des Technikfeldes kennen und werden mit den wesentlichen Grundlagen der klassischen Energietechnik und der neueren regenerativen Energiegewinnung vertraut gemacht. Erzeugung, Umwandlung und Verteilung sind als wesentliche Elemente des Berufsfeldes für sie erkennbar, unter Einschluss ihrer Verantwortung für Effizienz und Ressourcenschonung. Um die Studierenden für das weitere Studium aufzuschließen, soll der Modul Einführung in die Energietechnik gleich am Anfang des Studiums angeboten werden.
  • Anwendungen der Energietechnik
    Im Studienfeld Anwendungen lernen die Teilnehmer sowohl konservative Technik (wie Thermische Kraftwerke) als auch regenerative Anwendungsbereiche kennen, letztere auf Windenergie und Solartechnik konzentriert. Hier ist ein unmittelbarer Praxisbezug für die Studierenden auch in der Weise gegeben, dass sich berufliche Präferenzen entwickeln können.

  • Querschnittsthemen
    Im Mittelpunkt steht hier das Ziel, die Studierenden mit den Wirkungen, Nebenwirkungen und Randbedingungen ihres technischen Berufsfeldes vertraut zu machen. Sie sollen verstehen und später umsetzen, dass technische Entscheidungen zugleich auch wirtschaftliche Entscheidungen sind und darüber hinaus speziell in der Energietechnik vom politisch gesetzten Marktdesign abhängen. Neben den großen Abhängigkeiten müssen sie auch Verhaltensformen und Arbeitstechniken im persönlichen Arbeitsumfeld kennen und diese trainieren. Da dies für das gesamtenStudium relevant ist, beginnt der hierauf zielende Modul bereits am Studienanfang und endet erst vor der Bachelorarbeit (Ausnahme).

 

Zielgruppe

Gruppe von High Potentials mit Notebook Zielgruppe sind Nachwuchskräfte, die Ihre Neigung zu anspruchsvoller und verantwortungsvoller Tätigkeit in der Technik entdeckt haben, sich insbesondere für die zukunftsträchtige Energietechnik interessieren und das notwendige Wissen berufsbegleitend erwerben wollen. Der Studiengang richtet sich im Besonderen an

  • Schulabsolventen und Auszubildende,
     
  • bereits in Energietechnik und Energiewirtschaft Tätige, die ihre Kenntnisse auf wissenschaftlicher Grundlage praxisorientiert weiterentwickeln wollen,
     
  • sowie an Umsteiger aus anderen Branchen.

 

Zugangsvoraussetzungen

sind eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder vergleichbar) und ein achtwöchiges Industriepraktikum, das während des Studiums abgeleistet werden kann (Anrechnung von beruflicher Tätigkeit oder Ausbildung möglich). Die Hochschulzugangsberechtigung kann auch durch eine besondere Eignungsprüfung erworben werden.

Für beruflich Qualifizierte mit Ausbildung und beruflicher Praxis gelten die Bestimmungen des Hochschulgesetzes NRW:

  • Meister und vergleichbar Qualifizierte haben ohne jede vorherige Prüfung den direkten Zugang, ohne Zugangsprüfung.
     
  • Wer eine mindestens zweijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und mindestens drei Jahre im erlernten Beruf gearbeitet hat, erhält direkt und ohne Zugangsprüfung Zugang, wenn die fachliche Ausbildung und Berufspraxis den Berufsfeldern der Energietechnik entsprechen.
     
  • Mit einer abgeschlossenen, mindestens zweijährigen Ausbildung und drei Jahren Berufspraxis können Studieninteressierte Energietechnik studieren, wenn ein Probestudium oder eine Zugangsprüfung absolviert werden.

 

Studienstruktur, Abschluss

Da besonders Berufstätigen die Teilnahme am Studium ermöglicht werden soll, sind die Präsenzzeiten auf 1034 Uh begrenzt. Ergänzend wird ein umfangreiches E-Learning -Programm angeboten. Die zu diesem Zweck eingerichtete Kommunikationsplattform (moodle) sichert zudem sowohl den Austausch der Studierenden untereinander, als auch mit dem Dozenten (Kontaktstudium). Der methodische Ansatz folgt damit dem modernen Grundmuster eines "Blended Learning".

Die Veranstaltungen finden im zentral gelegenen Haus der Technik in Essen (gegenüber Hbf) statt. Einige Exkursionen führen zu externen Anlagen und Einrichtungen. Zusätzliche Sonderveranstaltungen begleiten den Studiengang.

Die Vorlesungen liegen zumeist an Freitagen (Beginn 16:00 Uhr) und Samstagen (09:00 Uhr bis 17:00 Uhr), pro Jahr sind zwei Blockwochen vorgesehen

Der verliehene Grad ist ein Bachelor of Science (M.S.c.) der Universität Duisburg-Essen und eröffnet die Möglichkeit zum anschließenden Master-Studium.

Falls nur einzelne Module belegt werden, stellt das Haus der Technik ein anerkanntes Teilnahmezertifikat aus.

 

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